Telemedizin verbessert Versorgung auf dem Land

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Telemedizin verbessert Versorgung auf dem Land

Ein ostsächsisches Netzwerk entwickelte eine vielversprechende Kombination aus spezieller Datenautobahn und elektronischer Fallakte, die den unterschiedlichsten Partnern aus Krankenhäusern, Hochschulambulanzen oder niedergelassenen Praxen eine gemeinsame Betreuung der Patienten ermöglicht. Sie könnte die ambulante Versorgung im ländlichen Raum entscheidend verbessern.

Das vom Dresdner Universitätsklinikum initiierte Netzwerk „Carus Consilium Sachsen“ (CCS) hat gemeinsam mit der T-Systems International GmbH eine offene und flexibel erweiterbare Telemedizin-Infrastruktur für Krankenhäuser und ambulante Praxen entwickelt. Mit dem „CCS Telehealth Ostsachsen“ kommt der Verbund seinem Ziel näher, den Einwohnern Ostsachsens ungeachtet ihres Wohnorts Zugang zu regelmäßiger Vorsorge, Beratung, Pflege und medizinischer Betreuung auf qualitativ hohem Niveau zu ermöglichen. Die Plattform ermöglicht es unterschiedlichsten Partnern aus verschiedenen Versorgungsstufen (von Krankenhäusern über Hochschulambulanzen und die Praxen niedergelassener Ärzte bis zu Pflegeeinrichtungen), gemeinsam Patienten zu betreuen und Daten über die klassischen Sektorgrenzen hinweg sicher auszutauschen. Dabei ist das CCS an Auf­ bau und Koordination vorrangig medizinischer Versorgungsnetze und Verbünde beteiligt. Unter anderem gehören dazu das SOS-NET zur dezentralen Akutversorgung von Schlaganfallpatienten oder das Modellprojekt „Familiengesundheitspaten“, welches die gesundheitliche und soziale Entwicklung von Kindern in den ersten drei Lebensjahren fördert.