Kampf gegen Krebs

Neue
Perspektiven

Seltenen Krebserkrankungen auf der Spur

Langzeitprognosen verbessern

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Universitätsklinika und ihre Krebszentren sind wichtigste Anlaufstellen für Menschen mit seltenen Krebserkrankungen oder komplexen und schwersten Verläufen. Besonders intensiv widmen sich die Onkologischen Spitzenzentren der Krebsforschung. Im Ergebnis bringen sie Krebsdiagnostik und Therapie, aber auch die Prävention weiter voran. Durch ihre Forschungsarbeit helfen sie, Lebensqualität und Langzeitprognosen für die Patienten zu verbessern –  auch wenn die Aussicht auf komplette Heilung bislang noch lange nicht für alle Krebsformen gilt. Den klassischen „Waffen“ der Krebsmediziner – chirurgisch-operative Entfernung des Tumors, Strahlentherapie und Chemotherapie mit Zellgiften – hat die Forschung in den vergangenen Jahren eine neue Strategie hinzugefügt: die Immuntherapie. Ende der 1990er Jahre wurden die ersten monoklonalen Antikörper zugelassen. Ihre Eiweißstrukturen richten sich gegen Krebszellen mit bestimmten Eigenschaften und sollen deren Zelltod verursachen. Anders als bei Zellgiften, die in der Chemotherapie verwendet werden, bleiben gesunde Zellen verschont. Man unterscheidet zwischen passiver und aktiver Immuntherapie. Bei letzterer werden dem Patienten Substanzen zugeführt, die eine Immunantwort auslösen sollen. Diese Reaktion des Immunsystems soll die Tumorzellen absterben lassen oder das Wachstum der bösartigen Zellen verlangsamen. Bei der passiven Immunisierung werden die Antikörper direkt zugeführt, sollen sich an die Tumorzellen binden und sie zerstören.