Kooperationen

Partnerschaft für
Innovationen

Kooperationen

Neue Therapien gegen Hepatitis C

zurück zu Kooperationen

In Deutschland leiden rund 500.000 Menschen an der gefährlichen Viruserkrankung Hepatitis C. Eine Schutzimpfung gibt es bislang nicht. Mit den bisherigen Medikamenten war eine dauerhafte Heilung schwierig. Wegen Spätfolgen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs galt Hepatitis C als eine der Hauptursachen für Lebertransplantationen.

Dank der verbesserten Medikation steigen die Heilungschancen deutlich. Bei einer Kombination mit den bisher üblichen Interferonen (immunstimulierende, antiviral wirkende Proteine) lässt sich deren Dosierung stark reduzieren. Zu diesen Ergebnissen kamen drei Studien unter führender Beteiligung der Medizinischen Hochschule Hannover und des Universitätsklinikums der Johann-Wolfgang- Goethe-Universität Frankfurt. Leberexperten des Universitätsklinikums Leipzig verweisen darauf, dass bei frühem Behandlungsstart heute mehr als 90 Prozent aller Hepatitis-C-Patienten geheilt werden können: Dank der seit Anfang 2014 zur Kombinationstherapie zugelassenen Präparate gibt es jeweils mehrere zuverlässige Therapieoptionen für Erkrankte mit den in Europa und im Mittleren Osten am häufigsten auftretenden Arten des HC-Virus.

Die Datenbasis zu den neuen Therapiemöglichkeiten wächst ständig, und so hat das Universitätsklinikum Frankfurt – gemeinsam mit den anderen beteiligten Organisationen – eine Expertengruppe ins Leben gerufen, die anhand der Ergebnisse großer klinischer Studien kontinuierlich die Leitlinien aktualisiert. So erhalten alle Betroffenen in Deutschland eine Behandlung entsprechend der aktuellsten medizinischen Erkenntnisse.