IT im Gesundheitswesen

Intelligente Vernetzung
hilft heilen

Ärztliche Hilfe aus der Rettungsleitstelle

Der Tele-Notarzt im Einsatz

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Unter Federführung der Universitätsklinika Greifswald und Aachen rücken im Rahmen von Modellprojekten in beiden Regionen speziell mit mobiler Hochleistungs-Kommunikationstechnik ausgestattete Rettungswagen bei Notfällen aus: Wenn zeitgleich kein Notarztwagen zur Stelle sein kann, werden die Rettungssanitäter bei der Erstversorgung der Patienten von einem Tele-Notarzt in der Leitstelle unterstützt. Dieser macht sich anhand übermittelter Vitalfunktionen sowie Videosequenzen und Fotos ein Bild von der Situation vor Ort und kann ärztlich fundierte Entscheidungen treffen. Mit sofort eingeleiteten, lebensrettenden Maßnahmen kann oftmals die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes überbrückt werden. Je nach Situation kann der Tele-Notarzt die Betreuung des Patienten auch unterwegs komplett übernehmen.

Betreuung von chronisch Kranken auf dem Land

Selbst bei schweren Erkrankungen wie Leberinsuffizienz müssen Patienten in dünn besiedelten Regionen künftig nicht mehr auf eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung verzichten und können sogar ihren Alltag weitgehend normal zu Hause verbringen: Am Universitätsklinikum Greifswald werden hierzu im Projekt „IFT-Plattform“ die erforderlichen Technologien entwickelt. Mittels Mobiltechnik erhält der Hausarzt regelmäßig medizinische Daten wie Blutdruck und Puls. Bei einer Verschlechterung der Werte setzt sich der Arzt mit dem betroffenen Patienten in Verbindung und leitet geeignete Maßnahmen ein – beispielsweise eine Veränderung in der Medikation oder eine Krankenhauseinweisung.

RadioConsil: Spezialistenaugen für die Röntgenpraxis

Das Universitätsklinikum Dresden bietet ein Tele-Expertenkonsil mittlerweile auch in der Radiologie an: Über das RadioConsil ist der Maximalversorger mit mehr als 40 Partnern (Röntgenabteilungen in Kliniken und radiologischen Praxen) in Sachsen und Brandenburg vernetzt. Bei vielen Erkrankungen kommt radiologischen Untersuchungen eine Schlüsselposition in der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung zu. Bei unklarem oder schwerwiegendem Befund können die angeschlossenen Radiologen digitale Röntgenbilder samt Fragestellung an das Uniklinikum senden. Hier erhalten sie umgehend fachliche Hilfe aus der angefragten Spezialabteilung, z.B. der Neuroradiologie oder Neurochirurgie. Der Service ist für die Partner kostenlos; die Ärzte und Patienten erhalten zeitnah ein hohes Maß an diagnostischer Sicherheit durch ausgewiesene Experten. Zugleich werden auf diesem Weg zuverlässig solche Patienten identifiziert, die einer spezialisierten Versorgung durch das Universitätsklinikum bedürfen.